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Beitragssatz 2027: Warum die Reserven nicht reichen
Die Finanzreserven der Krankenkassen schmelzen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum der Zusatzbeitrag 2027 erneut steigen dürfte.
Ausgangslage
Die gesetzliche Krankenversicherung schließt das Jahr voraussichtlich mit einem Defizit ab. Die Ausgaben wachsen schneller als die beitragspflichtigen Einnahmen.
Treiber sind vor allem Krankenhaus, Arzneimittel und ärztliche Behandlung. In allen drei Bereichen liegen die Zuwächse über der Grundlohnentwicklung.
Die Reserven der Kassen sind in den vergangenen Jahren durch gesetzliche Vorgaben planmäßig abgeschmolzen worden. Was als Entlastung gedacht war, fehlt nun als Puffer.
Hinzu kommt, dass der Bundeszuschuss nicht dynamisiert ist. Versicherungsfremde Leistungen werden damit weiterhin aus Beiträgen finanziert.
Für 2027 rechnet der Schätzerkreis mit einem weiter steigenden durchschnittlichen Zusatzbeitrag. Einzelne Kassen werden deutlich darüber liegen müssen.
Der BKK Dachverband fordert deshalb strukturelle Reformen statt kurzfristiger Eingriffe in die Rücklagen.
Was jetzt zu tun ist
Erstens müssen versicherungsfremde Leistungen vollständig aus Steuermitteln finanziert werden. Zweitens braucht es eine Ausgabenbremse im Krankenhausbereich.